Paraguay                                                               7. Juli bis 15. Juli 2019

Die Einreise nach Paraguay ist ziemlich chaotisch, viele Busse, viele PKWs, viele Menschen und keine Hinweise, wer wohin soll oder parken kann.

Aber wie so oft auf unserer Reise findet sich Menschen, die uns weiterhelfen: beim Abstellen des Fahrzeuges, beim Finden und Anstellen am richtigen Schalter, beim Ausfüllen der Auto-Einfuhrpapiere.

Unser erster Eindruck: es gibt viel Wasser

das Land ist grün mit roter Erde.

Neben alten LKWs

sind auch die Pferde noch im Arbeitseinsatz.

Wir legen dagegen ein paar Ruhetage außerhalb von Asuncion in der schönen Anlage von Marion und Rene aus der Schweiz ein.

Hier beginnt es gerade zu blühen

Es gibt schön angelegte Plätze, an denen wir uns zum Sundowner oder Grillen mit anderen Reisenden treffen,

oder wir relaxen in der neuen Hängematte.

Uns beschäftigt die Frage, warum so viele Deutsche nach Paraguay auswandern.

Schönes Wetter, preiswertes Leben, Abenteuerlust und eine große deutsch sprechende Community scheinen einige der Gründe zu sein.

In dieser Bäckerei wurden als Besonderheit "Berliner" verkauft.

Auf unserer weiteren Fahrt in den Südosten von Paraguay meiden wir die großen Städte und schauen uns nur Encarnacion an.

 

Die Stadt liegt schön am Parana, auf der anderen Seite die Hochhäuser der argentinischen Stadt Posadas.

 

Sie hat einen wunderbaren Strand,

und es gibt eine schöne Kathedrale

mit einem ungewöhnlichen Altargemälde

aber leider auch vielen Bauruinen mitten in der Stadt.

Eindrucksvoller dagegen die Ruinen der Jesuiten Reduktion von Trinidad.

 

In dieser Reduktion haben die Jesuiten wie an vielen anderen Orten in  Paraguay und Nordargentinien Missionsstationen für die Ureinwohner errichtet.

Mittelpunkt ist immer eine große Kirche, in der die 4000-8000 Menschen gemeinsam Gottesdienst halten konnten.

An der Kanzel,

dem Taufbecken

und den Portalen sind die Steinmetzarbeiten der Indios noch gut erhalten.

Der Engelfries ist besonders eindrucksvoll.

Die angrenzenden Gebäude und den Kreuzgang kann man nur noch erahnen.

Diese Ruinen der Wohngebäude geben eine Vorstellung von der Größe der Anlage, in der Handwerk und Landwirtschaft gelehrt wurde.

 

 

Die Reduktionen waren wirtschaftlich so erfolgreich, dass sie den Neid der Herrschenden in Spanien hervorriefen. Sie wurden deshalb verboten und geschlossen. So verfielen sie zunehmend und man kann heute nur noch Ruinen anschauen.

Auf einem weiteren Overlanderplatz bei Hohenau treffen wir uns mit Markus, den wir in Patagonien kennengelernt haben.

Wir verlassen Paraguay in Ciudad del Este. Auf dem Weg fdorthin fühlen wir uns fast wie in Asien...

Das Warenangebot,

 

kleine enge Straßen, durch die sich der Verkehr quält,

viele Mopeds, ...

 

Hinter diesem Bus, der einfach vor einem Shoppingcenter auf der engen Straße parkt, stehen wir eine halbe Stunde,

mitten in einem ohrenbetäubenden Hupkonzert.

Danach wird um jeden Zentimeter gekämpft um vorwärts zu kommen.

 

Rudi nimmt es gelassen, mir liegen die Nerven blank.

Als wir endlich die Grenze zu Brasilien mitten auf einer Brücke erreichen, ist das Chaos immer noch nicht beendet, wir zwar in Brasilien einreisen können, die Ausreiseformalitäten für Paraguay aber nicht abgeschlossen sind.

So laufen wir noch einmal zurück über den Grenzfluss Parana, reihen uns in die Schlange der vielen Fußgänger ein - und sind heilfroh, als wir mit den richtigen Stempeln und Papieren endlich wieder in unserem BlauMANn sitzen.

 

Mal sehen, wie unser kurzer Aufenthalt in Brasilien sein wird!